Informationen zu Ess-Störungen

Pica

Pica-Syndrom (Pikazismus)

Menschen mit Pica-Syndrom haben ein starkes Verlangen Dinge zu essen, die eigentlich nicht genießbar sind. Dazu gehören beispielsweise Erde, Papierschnipsel, Kreide, Seife, Ton, kleine Plastikspäne, Haare und mitunter auch Ausscheidungen (Koprophagie). Das sonstige Essverhalten und der Appetit auf gewöhnliche Lebensmittel bleiben dabei meistens unverändert. Von Pica sind vor allem Kleinkinder betroffen, die damit oft auf starke Stressoren wie Trennung, Misshandlung oder Verwahrlosung reagieren und/oder deren Intelligenz gemindert ist. Aber auch ein unausgeglichener Nährstoffhaushalt, Zink- und Eisenmangel können das Pica-Syndrom auslösen. Um sicher zu sein, dass das Verhalten des Kindes nicht Teil eines normalen Entwicklungsprozesses ist, wird die Diagnose für gewöhnlich nicht vor dem zweiten Lebensjahr gestellt. Bei Erwachsenen kommt das Pica-Syndrom eher selten vor, häufiger jedoch bei Menschen mit geistiger Behinderung, Autismus, Schizophrenie, Demenz und zeitweise auch bei Schwangeren. Die Betroffenen setzen sich dabei einem großen Vergiftungs- und Infektionsrisiko aus. Gleichzeitig kann die einseitige Ernährung zu Mangelzuständen bis hin zur Unterernährung führen. Auch können schwerwiegende Verstopfungen bis hin zum Darmverschluss auftreten. Manchmal ist auch eine operative Entfernung von verschluckten Objekten notwendig.

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